AI-Urlaub und Umweltschutz: Passt das zusammen?

Urlaub

Jahr für Jahr machen Millionen Deutsche Urlaub im Ausland. Aufgrund der im Verhältnis relativ niedrigen Kosten, werden es immer mehr All Inclusive Urlaube im Süden, also auf den Kanaren, in der Türkei oder woanders am Mittelmehr bzw. dem Atlantik.

Was ist Umweltschädlich?

Urlaub
© Robert Zimmermann

Der Flug:

Ein Flug verbraucht riesige Mengen Kerosin und ist, pro Kopf gerechnet, ähnlich schädlich wie große Strecken mit dem Auto zu fahren.

Die Hotelanlage:

Beim Bau der Hotelanlage werden viele Ressourcen verbraucht, von der Fläche bis hin zu den Baumaterialien.

Verbrauch:

Wo sich hunderte Urlauber knubbeln, fällt auch viel Müll an, von verschmutzen Handtüchern, ungenutzen Essensresten und Verpackungsmaterialien

 

Wie kann man die Umweltauswirkungen minimieren?

Mit folgenden Verhaltensweisen kann man die Umweltauswirkungen minimieren

  • Nur Essen bestellen, dass man dann auch wirklich isst. All Inclusive verleiht dazu, große Mengen zu essen und zu trinken („habe ich ja alles bezahlt“), pervers wird es aber wenn man sich große Mengen auf den Teller packt, dann feststellt, dass man keinen Hunger hat, und das Essen dann einfach stehen lässt.
  • Tauscht man Zuhause jeden Tag die Handtücher aus? Eher weniger? Im Urlaub neigen viele Leute dazu, alle Handtücher aber jeden Tag auf den Boden zu schmeißen, also austauschen zu lassen. Hier gibt es einiges an Einsparpotential.
  • Kurze Strecken kann man zu Fuß gehen. In einer Gesellschaft, in der die Menschen im Durchschnitt ständig dicker werden, werden teilweise selbst kürzeste Strecken mit dem Auto zurück gelegt, in Urlaubsregionen ist oft ein Taxi mit im Spiel. Doch gerade im Urlaub schadet ein bisschen Bewegung zu Fuß ja nicht, weil man erstens ja relativ viel isst und zweitens bei einem Spaziergang ja auch etwas von der (meist) schönen Landschaft sieht.
  • Einweg-Plastikbecher sind nicht nur umweltschädlich, sondern auch schlichtweg unästhetisch und billig. Man sollte im Urlaubshotel auf Gläser bestehen oder wenn schon Plastikbecher, dann schon wiederverwendbare nehmen.
  • Immer mehr Leute schreiben nach dem Urlaub Hotelbewertungen. Oft wwerden dabei nur die Lage, das Hotel im allgemeinen, die Zimmer und weiteres bewertet. Dies ist aber auch eine gute Gelegenheit etwas über Umweltaspekte zu schreiben. Dabei geht es nicht um irgendwelche ideologischen Reden, sondern einfach darum eklatante Missstände aufzuzeigen. Wenn die Hoteliers erkennen, das gewisse Missstände öfter genannt werden und den Urlaubern die Umwelt nicht egal ist, gibt es durchaus eine Chance zur Verbesserung.

Warum man trotzdem (relativ) guten Gewissens All Inclusive machen kann

  •  Wer das ganze Jahr arbeit, hat es sich auch verdient, einmal im Jahr einfach nur am Strand ausspannen zu dürfen
  • Man kann sich auch im Urlaub durchaus bemühen die Umweltauswirkungen seines Aufenthaltes zu minimieren
  • Pro Tourist ist eine große Hotelanlage weit weniger umweltschädlich, als einzelne Individualtouristen, die sich in entlegene und viel sensiblere Regionen bewegen.

 

In diesem Sinne, einen schönen nächsten Urlaub!

 

Über Robert Zimmermann 33 Artikel
Ich bin Diplom-Geograph mit dem Schwerpunkt Stadtgeographie und Einzelhandelsentwicklung und neben geographischen Fragestellungen auch sehr an den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Verbraucherschutz interessiert. Hier geht es meinem Google+ Profil