Shareconomy – Sachen sinnvoll tauschen

Shareconomy

 

Wer kennt das nicht, es wird etwas gekauft, liegt Jahre unbenutzt zuhause herum und man fragt sich warum man es eigentlich gekauft hat? Shareconomy ist die Lösung für dieses Problem. Doch was ist Shareconomy eigentlich? Was kann getauscht werden? Welche Vor- und Nachteile hat die Shareconomy?

Definition: Shareconomy

Shareconomy bedeutet, dass nicht eine Person alleine etwas kauft und auch nutzt, sondern dass mehrere Personen gemeinsam etwas kaufen und/oder gemeinsam nutzen, oder jemand etwas nach einem Kauf auch anderen (temporär) zur Verfügung stellt.

Shareconomy
© Robert Zimmermann

Die bekanntesten Beispiel hierfür gibt es im Bereich der Mobilität (Carsharing, Radverleih) oder in Medienportale, in denen man Filme oder Musik zeitlich begrenzt nutzen kann. Shareconomy deckt also sowohl materielle wie auch immaterielle Güter ab. Bei immateriellen Gütern besteht ein finanzieller Vorteil, da es billiger ist, für wenig Geld einen Film per Stream kurz auszuleihen, als Ihn (dauerhaft) zu kaufen.

Da immaterielle Güter aber faktisch unbegrenzt und nahezu kostenfrei geteilt werden können, bezieht sich dieser Artikel hauptsächlich auf materielle Güter, denn durch das Teilen von solchen, kann neben einem finanziellen Vorteil auch ein Vorteil im Sinne von Umwelt und Nachhaltigkeit enstehen, da beispielsweise rohstoffverbrauchende Produktionsprozesse wegfallen, wenn ein Auto gleich von mehreren Menschen gleichzeitig genutzt wird.

Welche Sachen kann man sinnvoll tauschen?

Car sharing ist mittlerweile so verbreitet, dass ich hier keine Namen von Unternehmen nennen möchte, diese sind per Google-Suche aber schnell zu finden.

Ein Urlaub kann getauscht werden. Aber wie? Indem zwei Personen oder Familien einfach für einen bestimmten Zeitraum miteinander die Wohnungen bzw. Häuser tauschen. Das hat den Vorteil, dass beide Parteien eigentlich nur Fahrt- und Verpflegungskosten haben. Neben gesparten Unterkunftskosten kommt hinzu, dass anders als bei Ferienwohnungen bestimmte Dinge beim Einzug nicht noch extra gekauft werden müssen. Zudem kommt, dass eine voll ausgestattete Wohnung auch mehr Möglichkeiten bietet, als oft spartanisch eingerichtete Ferienwohnungen. Eine interessante Platform für diese Art zu sharen ist homelink. Für einfachere Ansprüche ist auch couchsurfing zu empfehlen.

Bücher kann man besonders gut tauschen. Ein Roman wird selten häufiger als ein Mal gelesen und selbst wenn, kann man Ihn ja zwischendurch an Freunde verleihen. Für das dauerhafte Tauschen von Büchern gibt es in vielen Städten schon die Bücherboxen. Hier kann man sch einfach ein Buch herausnehmen und gibt dafür ein anderes Buch ab. Erstaunlicherweise findet man oft sehr interessante Bücher in diesen Boxen. Und obwohl dieses System zum Diebstahl ja geradezu einlädt, sind die Boxen immer gut gefüllt. Das System funktioniert also. Auch online kann man Bücher tauschen z.B. bei bookcrossing.

Auch gebrauchte Kleidung kann man gut tauschen bzw. abgeben, wenn man das denn möchte. Neben örtlichen Kleiderstuben gibt es im Internet den kleiderkreisel.

Werkzeug, dass nur selten gebraucht wird und oft teuer in der Anschaffung ist, kann bei frents gut getauscht werden

Welche Vorteile hat Shareconomy?

In jedem Fall einen finanziellen. Durch Sharing oder Ausleihen spart man immer Geld gegenüber dem Kauf. Bei materiellen Gütern (Autos, Fahrrädern, Spielzeug, Geschenken etc.) wird natürlich zum einen Müll vermieden, wenn man etwas nicht wegschmeißt und zum anderen werden natürlich Rohstoffe gespart, da das Produkt nicht noch einmal hergestellt werden muss, sondern einfach den Besitzer wechselt. Das Fahren mit dem Fahrrad oder der Bahn ist sicher umweltfreundlicher als dies mit dem Auto zu tun, aber wenn schon ein Auto genutzt wird, ist es besser dies mit mehreren Leuten zu teilen.

Welche Nachteile kann Shareconomy haben?

Relativ kleine im Vergleich zu den Vorteilen. Werden beispielsweise Bücher, vermittelt über ein Onlineportal, mit Personen aus einer anderen Stadt getauscht, fällt Verpackungsmaterial an und der Versand erfordert Ressourcen. Ein weiterer Nachteil ist, dass man nicht alles immer Teilen kann. Ein Berufspendler kann sein Auto sicherlich nicht (oder nur sehr schwierig) mit jemandem Teilen. Und wenn jemand ein bestimmtes Buch haben möchte und er es in keiner Bücherbox und in keinem Internetportal findet, bleibt einem nichts anderes übrig als es neu zu kaufen.

Zusammenfassung

Fast alle Güter können getauscht werden. Hier gibt es alle Links des Artikels noch einmal übersichtlich zusammengefasst.

Häuser teilen: homelink
Wohnungen teilen: couchsurfing
Bücher tauschen: bookcrossing
Kleidung tauschen: kleiderkreisel
Seltene Produkte teilen: frents

Kennt Ihr weitere Sachen die man sinnvoll tauschen kann?

Über Robert Zimmermann 33 Artikel
Ich bin Diplom-Geograph mit dem Schwerpunkt Stadtgeographie und Einzelhandelsentwicklung und neben geographischen Fragestellungen auch sehr an den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Verbraucherschutz interessiert. Hier geht es meinem Google+ Profil

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