Wasser sparen – aber richtig!

Wasser sparen

Ein paar Zahlen zu Beginn

Die Deutschen verbrauchen im pro Person ca. 125 Liter Wasser am Tag. Die teilen sich folgendermaßen auf

Wasserverbrauch

Ende der 1980er Jahre lag der Wasserverbrauch in Deutschland noch bei 140 Litern am Tag. International gesehen steht Deutschland ziemlich gut da. Den weltweit höchsten Wasserverbrauch hat Dubai (500 Liter), gefolgt von den USA (295 Liter), und Japan (278 Liter). Einige ausgewählte Länder zeigt folgende Darstellung:

 

Wasserverbrauch international

Deutschland steht als, für ein Industrieland mit hohem Lebensstandard, sehr gut dar. Doch bei diesen Werten handelt es sich nur um den direkten Wasserverbrauch, dass heißt, die gesamte industrielle Produktion ist nicht mit eingerechnet.

Beispiel Lebensmittel: Die Produktion von 1 kg Fleisch benötigt 15.455 Liter Wasser, ein Kg Käse 5.000 Liter und die gleiche Menge Reis 3.400 Liter.

Beispiel  Stromerzeugung: Der Wasserverbrauch durch Kraftwerke ist fünfmal höher als der Wasserverbrauch privater Haushalte.

Daher ist es nicht überraschen, dass 72 Prozent des deutschen Wasserverbauchs auf den Industriesektor entfallen, 14 Prozent auf die Landwirtschaft und ebenfalls 14 Prozent auf die öffentlichen Wasserversorgung.

 

Bewertung der Zahlen aus Sicht des ökologischen Verbrauchers

Der private (direkte) Wasserverbrauch ist im Vergleich zu anderen Industrieländern schon ziemlich gut und in den letzten Jahrzehnten auch gesunken. Dieser sinkende Wasserverbrauch hat Vor- und auch Nachteile.

 

Nachteile des niedrigen Wasserverbrauchs

Es klingt Paradox, dass das Einsparen von Wasser negative Effekte haben kann. Es ist mittlerweile aber durchaus allgemein bekannt, dass eine Verminderung des Wasserverbrauchs zu Problemen bei der Infrastruktur führen kann. So sind Beispielsweise Abwässerkanäle für einen bestimmten minimalen Wasserdurchfluß konzipiert worden. Wenn dieser nicht erreicht wird, muss entsprechend Wasser nachgespült werden, da es sonst zur Bildung von Ablagerungen und problematischen biologischen Stoffen kommen kann. Das Wasser, was der Verbraucher also eingespart hat, wird dann von den städtischen Wassergesellschaften ins Netz eingespeist um Probleme mit der Infrastruktur zu beheben.

 

Vorteile des niedrigen Wasserverbrauchs

Durch einen niedrigen Wasserverbrauch muss aus der Natur weniger Wasser entnommen werden. Da in Europa in der Mitteleuropa in der Regel keine Trinkwasserknappheit vorliegt ist ein weiterer Punkt sehr entscheidend: Es wird Energie für die Bereitung von Warmwasser eingespart.

 

Wie spare ich Wasser?

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten Wasser einzusparen, die direkte und die indirekte Methode.

 

Direkte Einsparung von Wasser

Durch Folgende Punkte kann man Wasser im Haushalt einsparen

  • eine wassersparende Toilettenspülung verwenden
  • beim Händewaschen das Wasser währrend des einseifens nicht laufen lassen
  • Duschen statt Baden
  • Energieeffiziente Waschmaschinen nutzen
  • (Sparsame) Spülmaschinen nutzen anstatt mit Hand zu spülen
  • Fließendes Wasser in der Küche vermeiden
  • Tropfende Wasserhähne reparieren

Auch im Garten gibt es einige Möglichkeiten

  • Regenwasser statt Leitungswasser nutzen
  • die Pflanzen Abends gießen, Mittags verdunsten sehr viel Wasser
  • den Boden lockern. Ein lockerer Boden kann deutlich mehr Wasser aufnehmen

Diese (und weitere) Punkte sind allgemein bekannt und werden auch von vielen Leuten umgesetzt. Sicher gibt es hier immer noch ein gewisses Optimierungspotential.

Indirekte Einsparung von Wasser

 

Wie oben bereits erwähnt wird, wir ein großer Teil des Wassers gar nicht direkt vom Verbraucher genutzt, sondern indirekt durch die Stromerzeugung, industrielle und gewerbliche Produktion. Daher sind folgende Punkte zum „virtuellen Wassersparen“ viel wichtiger, als die oben genannten Punkte und werden bei Wasserspartipps gerne mal vergessen.

  • Energiesparen: Die Stromproduktion benötigt viel Wasser (vor allem durch Kühlwasser), jede eingesparte Kilowattstunde Strom spart also indirekt auch Wasser ein
  • Lebensmittel: Die Produktion von Fleisch benötigt sehr viel Wasser. Eine Verringerung des Fleischkonsums bzw. der Verzicht auf Fisch und Fleisch, führt somit auch zu einer Einsparung von großen Wassermengen
  • Konsumartikel: Für die Produktion von Kleidung und anderen Konsumartikeln werden große Mengen Wasser benötigt. Durch einen bewussteren Konsum (weniger und hochwertiger) kann auch hier viel Wasser eingespart werden

 

 

 

 

 

Quellen:

http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/tipps-zum-energiesparen/hoher-wasserverbrauch/wasserverbrauch-personenhaushalt.html

http://www.energieportal24.de/cms1/wissensportale/umwelttechnik/trinkwasser-umwelttechnik/wasserverbrauch/

https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserverbrauch

http://www.spartippsammlung.de/ressourcen/wasser-sparen-tipps

Über Robert Zimmermann 33 Artikel
Ich bin Diplom-Geograph mit dem Schwerpunkt Stadtgeographie und Einzelhandelsentwicklung und neben geographischen Fragestellungen auch sehr an den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Verbraucherschutz interessiert. Hier geht es meinem Google+ Profil