Der Einsatz von Mikroplastik in der Kosmetikbranche

Wer an Cremes, Shampoos und Duschgele denkt, der wird mit Sicherheit an vieles denken, wenn es um das Thema Inhaltsstoffe geht, die wenigsten jedoch werden an flüssige Kunststoffe denken. Doch genau jene finden sich ziemlich oft in eben genannten Produkten. Das Verheerende daran ist, dass jene Kunststoffe über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Dort wirken sie quasi wie ein Magnet für weitere Schadstoffe.

Mikroplastik kann schädlich für die menschliche Gesundheit sein

Traurig aber wahr – mittlerweile lässt sich überall in der Umwelt Plastik finden. Sogar in der Arktis fanden Forscher nicht unerhebliche Mengen von Mikroplastik im Meerwasser. Über Meeresorganismen und Fische gelangen die winzig kleinen Plastikpartikel in die Nahrungskette.

Mittlerweile ist bekannt, dass Mikroplastik bei Miesmuscheln Entzündungen hervorruft. Weiterhin verdichten sich die Hinweise darauf, dass auch für die menschlichen Zellen insbesondere für die Zellmembran Mikroplastik schädliche Auswirkungen haben kann.

Tonnen von Plastik im Abwasser

Unterschieden wird in primäres und sekundäres Mikroplastik. Geht es beispielsweise um den Zerfall von größeren Kunststoffteilen beispielsweise einer Plastiktragetasche im Meer, dann entsteht hierdurch sekundäres Plastik. Von primärem Mikroplastik wird dann gesprochen, wenn jenes ganz bewusst für den Gebrauch mikroskopisch klein hergestellt wird. Zum Einsatz kommt primäres Mikroplastik beispielsweise als Reibstoff in Peelings oder als Filmbildner in Body Lotions.

Vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen wird Mikroplastik als unlösliche und feste Polymere definiert, welche kleiner als fünf Millimeter sind. Greenpeace und andere Umweltverbände fordern allerdings schon seit geraumer Zeit den Begriff ebenfalls auf gelartige, flüssige und halbfeste Kunststoffe auszuweiten. Denn nach Ansicht vieler Wissenschaftler haben diese Arten von Plastik die gleichen Eigenschaften wie festes Mikroplastik und können sich daher als ebenso schädlich für die Umwelt auswirken.

Auf Mikroplastik in Kosmetik verzichten

Wer bei Kosmetik- und Pflegeprodukten auf Mikroplastik verzichten möchte, der sollte sich auf dem Bereich der Naturkosmetik umschauen. Eine Naturkosmetik Gesichtscreme oder viele andere Produkte auf diesem Gebiet verzichten ganz bewusst auf die Verwendung von Mikroplastik und leisten somit einen wertvollen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Umwelt.

Über Robert Zimmermann 53 Artikel
Ich bin Diplom-Geograph mit dem Schwerpunkt Stadtgeographie und Einzelhandelsentwicklung und neben geographischen Fragestellungen auch sehr an den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Verbraucherschutz interessiert. Hier geht es meinem Google+ Profil