Sind zu viele Phosphate ein Problem für die Umwelt?

Für jene Leser und Leserinnen, die mit dem Begriff noch nicht allzu sehr vertraut sind, sei an dieser Stelle eine Begriffserklärung angebracht. Unter Phosphate sind Salze der Phosphorsäure zu verstehen. Es ist Bestandteil vieler Mineralien und in der Wissenschaft sind bisher viele unterschiedliche Verbindungen des Phosphats entdeckt worden. Grundsätzlich gibt es Phosphate aber nicht in natürlicher Reinform. Phosphat wird gerne in der Agrarindustrie verwendet. Das Hauptansatzgebiet ist das Düngemittel. Grundsätzlich ist aber das Phosphat für die Pflanzen wichtig und stellt kein Problem dar. Da das Phosphatvorkommen begrenzt ist, ist es bei Düngevorgängen notwendig. Besonders phosphorarme Böden werden daher auch für die Produktion von Pflanzen im Vorfeld bearbeitet. Leider sind viele Phosphatvorkommen auch mit Schwermetallen belastet was ein großes Umweltproblem darstellt. Wenn also diese Düngemittel mit defacto verunreinigten Phosphat-Dünger vermischt werden, bewirkt das nichts Gutes. Die deutsche Politik hat dieses Problem auch erkannt und Grenzwerte für bestimmte Schwermetalle erlassen.

Welche Einsatzgebiete für Phosphate gibt es?

Darunter fallen vor allem Cadmium-verunreinigte Düngemittel. Man achtet hier bei Kontrollen besonders genau auf die Einhaltung der Grenzwerte. Damit versucht man, das Problem für die Umwelt gering zu halten. Phosphate befinden sich aber auch in zahlreichen anderen Betriebsmitteln. Die bekanntesten Beispiele dafür sind etwa Korrosionsschutzmittel, Akkus oder auch Futtermittel. Phosphat kommt auch im Wasser vor. Phosphat im Wasser ist insbesondere dann ein Problem, wenn es als Trinkwasser genutzt wird. Grundsätzlich kommt das Phosphat in geringer Konzentration auf natürliche Weise in den Gewässern vor. Wenn allerdings das Phosphat in einer höheren Konzentration in das Trinkwasser gelangt, kann es zu folgenschweren Entwicklungen kommen.

Probleme im Zusammenhang mit der Wasserqualität

Eine zu hohe Konzentration an Phosphaten im Trinkwasser hat zur Folge, dass auch negative Eigenschaften beobachtet worden sind. Dazu zählt aber nicht zwangsläufig eine chronische Schädigung des Organismus. Lediglich bei ADHS und Hyperaktivität sind solche Erfahrungen aufgetaucht. Alle Studien weisen darauf hin, dass es keine gesundheitlichen Nebenwirkungen durch Phosphate geben wird. Dazu muss auch angemerkt werden, dass bestimmte Phosphatverbindungen sogar für den Körper wichtig und essenziel sind. Wie bei allem macht aber auch hier das Maß die Dinge und setzt den Standard. Phosphat im Wasser birgt daher eher das Problem für die Umwelt.

Über Robert Zimmermann 50 Artikel
Ich bin Diplom-Geograph mit dem Schwerpunkt Stadtgeographie und Einzelhandelsentwicklung und neben geographischen Fragestellungen auch sehr an den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Verbraucherschutz interessiert. Hier geht es meinem Google+ Profil